Wild and free lounge pants im Biker-Style

Ich weiß, dass die Schnittersteller viel Arbeit in ihr Handwerk stecken. Es gehört sooo viel dazu! Deshalb ist ein Preis von z.B. 5 € für ein Ebook auch absolut gerechtfertigt. Wer aber schon ein paar Schnitte genäht hat, der merkt schnell, dass man sich Schnittmuster mit etwas Erfahrung auch selbst so hinbiegen kann, wie man sie gerade braucht. Eine Teilung in eine Pumphose oder ein T-Shirt bekommt man schnell ohne neues Ebook hin. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine Biker-Leggings für Mutzi zu nähen. Ich dachte an die Biggi von FeeFee. Doch dann waren mir 5 € für eine Leggings doch zu viel. Immerhin habe ich bereits 2-3 Leggingsschnitte, die gut passen... Also habe ich mich der Biker-Leggings selbst angenommen und Fotos gemacht, damit ihr es nachmachen könnt 😊


Als Grundschnitt braucht ihr eine gut passende Leggings. In meinem Fall war das die Wild and free lounge pants von Näh-Connection (deutsch) bzw. Coffeeandthread.

Sie eignet sich besonders gut, weil man am Knie bereits eine Teilung vorgegeben hat. So muss man nicht viel ausmessen 😉

Die gelbe Linie zeigt die Teilung der Wild and free lounge pants am Knie an. Diese dienst als Orientierung und liegt etwa in der Mitte des Biker-Zuschnitt-Teils. Wenn ihr nur eine andere Leggings habt, dann messt ihr den Abstand vom Schritt bis etwa zur Kniemitte, damit ihr diese Hilfslinie (gelb) erhaltet. Dann zeichnet ihr euch den Teil ein (lila), der später im Biker-Style sein soll. Das könnt ihr nach eigenem Gefühl und Gefallen machen. In meinem Fall sind es bei Größe 98 am Innenbein je etwa 2 cm zur Hilfslinie (gelb) und am Außenbein je etwa 6,5 cm zur Hilflinie. So entsteht euer Bikereck (lila) 😊 Jetzt könnt ihr auch gleich die Biesen einzeichnen. Menge und Abstand ist auch euch überlassen, ihr müsst sie später nur richtig in die Nahtzugabe rechnen, damit der vordere Hosenteil nicht zu kurz oder zu lang wird. Ich habe meine Biesen im Abstand von 2 cm eingezeichnet (waagerechte, gestrichelte Kugelschreiberlinien).

So sehen dann die Schnittteile aus.

Jetzt gehts ans Rechnen:

Ich wollte meine Biesen etwa 2 mm dick nähen. Da ich 7 Biesen habe, muss ich mein Bikereck also um insgesamt 7 x 2 mm vergrößern. Das sind 1,4 cm, zu verteilen also auf 7 mm oben und 7 mm unten.  Dazu kommen jeweils 1 cm Nahtzugabe oben und unten. Das bedeutet, dass ich mein Bikereck oben und unten um jeweils 1,7 cm mehr zuschneiden muss.


Bei 6 Biesen á 3 mm:

6 x 3 mm = 1,8 cm

1,8 cm / 2 = 9 mm

9 mm + 1 cm = 1,9 cm

=> Also eine Zugabe von 1,9 cm oben und 1,9 cm unten

So sehen dann die zugeschnittenen Bikerecken aus. Denkt daran, auch bei den anderen Zuschnittteilen oben und unten die Zahtzugabe von 1 cm hinzuzufügen 😉

Steckt euch jetzt die Biesen ab und näht in parallelen, geraden Linien. Besser gehts natürlich, wenn ihr die Linien mit einem abwaschbarern Marker gerade und parallel vorzeichnen könnt 😉 

Da ist das fertige Bikereck.

Jetzt müsst ihr die Schnittteile für das Vorderbein nur noch zusammennähen und absteppen.

Fertig ist eure supercoole Bikerleggings 😍

Stoffe kleben ganz natürlich

Mit dem Nikiko-Stoff "Water Symphony" von Alles für Selbermacher hatte ich was ganz Besonderes vor. Da ich mir sowohl den grauen als auch den apricotfarbenen Stoff bestellt hatte, wollte ich die beiden unbedingt kombinieren. Aber nicht nur beim Nähen, sondern so richtig. Also habe ich Teile wie Gesichter, Flossen, Fische usw. ausgeschnitten, Vliesofix drauf gebügelt. Nun war nur noch die Frage, wie ich es auf den grauen Stoff bekomme. Ich überlegte zu nähen. aber das war eine furchtbare Friemelarbeit und sah dazu schlimm aus. Kleber hatte ich keinen und meine Überlegung war, dass ich an Kinderkleidung keinen Kleber machen wollte - der sich womöglich noch beim Waschen auflöst. Also musste ich mir was einfallen lassen. Am gleichen Tag  waren Oma, Mutzi und ich auf dem Matthäusmarkt in Wangen. Dort sah ich einen Stand mit der Aufschrift: Natürlicher Klebstoff für Textilien. Eeecht? Was für ein Zufall?! Für 15 € habe ich mir sofort eine 200 ml Flasche mitgenommen: Golden Fix Textilkleber - der flüssige Nähfaden.

Damit kann man Löcher in Hosen reparieren, Säumen, uvm. - ganz natürlich.

Ich hab mich ja kaum mehr eingekriegt und hab es sofort Daheim an dem Nikiko-Stoff ausprobiert. Es hat wunderbar funktioniert, hab das Kleidchen sogar damit gesäumt. Für die kleinen Teile wie Muscheln usw. habe ich einfach einen Pinsel zum Auftragen des Klebstoffes verwendet. Der Kleber klebt nicht an den Fingern, nur zwischen Textilien, Leder und Papier. Er muss immer auf beiden Seiten der aufeinanderzuklebenden Teile aufgebracht werden und hält echt extrem schnell bombenfest. Das Kleidchen war auch schon in der Waschmaschine - alles noch an seinem Platz, es hält laut Beschreibung sogar Kochwäsche aus. Sooo so cool! Die Möglichkeiten zum Gestalten von Kinderkleidung scheinen gerade schier unendlich :D

 

Schaut einfach mal da: https://www.youtube.com/watch?v=nfeiZsdwaUc

 

#goldenfix #nikiko #afs  #allesfuerselbermacher #nähenmachtglücklich


Wie ich Kinderschnitte auf Puppengröße anpasse

Vor dem Drucken des Schnittmusters müsst ihr euch für eine Größe entscheiden - zur Vereinfachung wählt ihr am besten entweder  die kleinste oder aber die größte Größe im Schnittmuster (es kommt dabei ein bisschen auf die Puppenproportionen an (ähnelt sie eher einem Baby oder eher einem Kind)).

 

Dann wendet ihr den Dreisatz an. Ich habe mich in dem Beispiel für Größe 50 entschieden. Die Puppe ist 30 cm groß. Das Schnittmuster ist bei Größe 50 bei 100 %.

 

50 = 100

1 = 100/50

x = 100/50*30 = 60

 

oder

 

x/100 = 30/50

x = 30/50*100 = 60

 

Dementsprechend muss das Schnittmuster in den Druckereinstellungen auf 60 % Größe angepasst und gedruckt werden.

 

Und das wars auch schon :D


Eine Overlock zieht ins Hause Mutzon

Ich habe es also wirklich gewagt. Lange habe ich mich gegen eine Overlock-Maschine gesträubt. Immerhin macht meine (für mich recht teure) Nähmaschine alles, was sie soll und ich brauche: elastische Stiche für Jersey, Fake-Overlockstich zur Versäuberung von Webware. Die Nähte haben von außen die gleiche Qualität wie die einer Overlockmaschine, sehen nur innen weniger schön bzw. professionell aus - so meine Meinung... ABER! Ein Punkt stört mich gewaltig: Der Zeitaufwand. Ein Dreifachgeradstich dauert ewig. Eine Versäuberung mit dem Fake-Overlockstich und zusätzlichem Nähen noch viel länger. Das hat mich nun doch so genervt, dass ich mir das Geburtstagsgeld nahm und in eine Brother D1034 investierte. Ich habe es nicht bereut und weiß nun, warum bisher jeder Ovi-Besitzer zu mir sagte, er würde sie nicht mehr hergeben. Man, ist die SCHNELL! Und laut. ABER SCHNELL!!! :D

Das Einfädeln hab ich relativ schnell mit Anleitung hinbekommen. Ein paar Tricks wie z.B. die Verarbeitung von Nahtanfang und -ende habe ich auch schon gesammelt. An den Einstellungen von Differential und co habe ich mich auch schon probiert. Ich muss dann unbedingt noch auf die Suche nach weiteren spannenden Möglichkeiten mit der Ovi gehen (z.B. Effektgarn). Mein einziges großes Problem bisher: Ich hab vergessen, die Nadeln rechtzeitig rauszunehmen. Wie gesagt, das Ding ist ja SCHNELL xD Ich umgehe das Problem jetzt, indem ich die Nadeln erstmal längs entlang der Stoffkante stecke, damit sie nicht mehr ins Messer geraten. Vielleicht schaue ich mir mal diese Stoffklammern an - auch wenn ich da ebenso skeptisch bin wie bei der Ovi zuvor ;)

 

Meine ersten Ovi-Nähte samt Ovi-Saumabschluss seht ihr oben. Das Kleid dazu findet ihr hier. Ich halte euch auf dem Laufenden :)


Die Mantelsaison ist eröffnet

Endlich kühl. Endlich Jackenzeit. Sorry, aber ich hab mich jetzt wirklich darauf gefreut!

 

Schaut euch unbedingt mal Mutzis FeeFee-PurPur-Regenmäntelchen aus dem letzten Jahr an! Es passt noch und ich liebe es! Aber jetzt gibt's Zuwachs in der Mantelsaison und ich bin schrecklich verliebt! Viele von euch werden das #BuntKäppchen von Tante Adel upcycling Designerin schon kennen?! Hier ist meins! Also... Mutzis Einfach hinreißend 😍😍😍

Zum Mantel: Der obere Teil ist samt Ärmeln mit blauem Jersey gefüttert. Für den Hauptteil wollte ich etwas Neues probieren: Nicht wissend, was es für ein Stoff ist, bestellte ich auf gut Glück diesen Stretch Jacquard in rosa bei Alles-fuer-selbermacher. Der Hammer für einen Mantel 😍

Die Schleife ist ein süßes Detail, wofür ich bei Gegebenheit - und falls gewünscht - noch ein Tutorial im Blog veröffentliche.

Auch will ich euch demnächst unbedingt noch erzählen, warum ich jetzt doch noch "auf die Ovi gekommen" bin und wie meine ersten Erfahrungen sind.

So, nochmal schnell in die Bilder schauen... #ausdemhachennichtmehrrauskomme

Hier geht es nun zum ebook
http://de.dawanda.com/…/105489059-das-buntkaeppchen-ist-ein…

 

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