Eine Overlock zieht ins Hause Mutzon

Ich habe es also wirklich gewagt. Lange habe ich mich gegen eine Overlock-Maschine gesträubt. Immerhin macht meine (für mich recht teure) Nähmaschine alles, was sie soll und ich brauche: elastische Stiche für Jersey, Fake-Overlockstich zur Versäuberung von Webware. Die Nähte haben von außen die gleiche Qualität wie die einer Overlockmaschine, sehen nur innen weniger schön bzw. professionell aus - so meine Meinung... ABER! Ein Punkt stört mich gewaltig: Der Zeitaufwand. Ein Dreifachgeradstich dauert ewig. Eine Versäuberung mit dem Fake-Overlockstich und zusätzlichem Nähen noch viel länger. Das hat mich nun doch so genervt, dass ich mir das Geburtstagsgeld nahm und in eine Brother D1034 investierte. Ich habe es nicht bereut und weiß nun, warum bisher jeder Ovi-Besitzer zu mir sagte, er würde sie nicht mehr hergeben. Man, ist die SCHNELL! Und laut. ABER SCHNELL!!! :D

Das Einfädeln hab ich relativ schnell mit Anleitung hinbekommen. Ein paar Tricks wie z.B. die Verarbeitung von Nahtanfang und -ende habe ich auch schon gesammelt. An den Einstellungen von Differential und co habe ich mich auch schon probiert. Ich muss dann unbedingt noch auf die Suche nach weiteren spannenden Möglichkeiten mit der Ovi gehen (z.B. Effektgarn). Mein einziges großes Problem bisher: Ich hab vergessen, die Nadeln rechtzeitig rauszunehmen. Wie gesagt, das Ding ist ja SCHNELL xD Ich umgehe das Problem jetzt, indem ich die Nadeln erstmal längs entlang der Stoffkante stecke, damit sie nicht mehr ins Messer geraten. Vielleicht schaue ich mir mal diese Stoffklammern an - auch wenn ich da ebenso skeptisch bin wie bei der Ovi zuvor ;)

 

Meine ersten Ovi-Nähte samt Ovi-Saumabschluss seht ihr oben. Das Kleid dazu findet ihr hier. Ich halte euch auf dem Laufenden :)